Wir helfen Ihnen bei der Umsetzung ihrer Aufgaben
Mit der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) 2023 kommen neue Aufgaben und Anforderungen auf die Wasserversorger zu:
Der Parameter „Summe PFAS-20“ muss ab 12. Januar 2026 gemäß Trinkwasserverordnung gemessen und eingehalten werden. In der TrinkwV vom 20. Juni 2023 wurde der Summenparameter unter der Bezeichnung „Summe PFAS-20“ übernommen. Damit ist die Gruppe der perfluorierten Carbon- und Sulfonsäuren mit einer Kettenlänge von 4 bis 13 Kohlenstoffatomen mit einem Grenzwert von 0,00010 mg/l (entspricht 100 ng/l) belegt. Siehe auch Information des UBA vom 29.12.2025 zum Umgang mit Abweichungen.
- Die Grenzwerte für Arsen, Blei und Chrom werden verschärft, so dass die Aufbereitung gegebenenfalls angepasst werden muss. Der Arsengrenzwert wird auf 4 µg/L reduziert und gilt ab 12.01.2036, aber bereits ab 12.01.2028 für alle neu in Betrieb genommenen Wasserversorgungsanlagen. Der Grenzwert für Blei wird ab 12.01.2028 auf 5 µg/L herabgesetzt. Der Grenzwert für Chrom iegt aktuell bei 25 µg/L und wird ab dem 12.01.2030 auf 5 µg/l reduziert.
- Einen neuen Grenzwert gibt es auch für die Summe von fünf Halogenessigsäuren (HAA-5) in Höhe von 0,060 mg/l. HAA-5 sind bei Desinfektion mit Chlor oder oxidativer Wasseraufbereitung zu bestimmen und einzuhalten.
- Eine Risikoanalyse für das Trinkwasser soll durchgeführt und langfristig zu einem Managementsystem ausgebaut werden. Bis zum 12.01.2029 ist dies für Versorgungsanlagen >100 m³/d bzw. >500 Personen umzusetzen.
- Die Information der Kunden soll zeitnäher und umfassender erfolgen.
- Übermittelte Risikodokumente im Rahmen der Trinkwassereinzugsgebieteverordnung (TrinkwEGV) werden von den unteren Wasserbehörden geprüft und Ergänzungen vom Wasserversorger angefordert. Siehe auch Information des UBA vom 08.01.2026 mit Richtwerten zu nicht relevanten Metaboliten von PSM.
Diese kurzfristigen Anforderungen und Aufgaben setzen insbesondere kleine und mittlere Wasserversorger unter Handlungsdruck. Trinkwasser Consulting hilft Ihnen bei der Bewältigung der Aufgaben!
01.02.2026
Akuelle Informationen für Trinkwasserversorger. Klicken Sie auf den Text um weitere Informationen zu erhalten!
Risikomanagement
Trinkwasser Consulting bietet Unterstützung beim Aufbau und der Weiterentwicklung eines Risikomanagementsystems im Roh- und Trinkwasser an.
Dabei verbessert eine Risikoanalyse die Kenntnis über das eigene System, erhöht die Resilienz und reduziert die Kosten. Wir unterstützen Sie bei der Ausbildung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Risikomanagement durch Online- und Inhouse-Schulungen, helfen bei der Identifizierung der kritischen Punkte (Risikoanalyse) und beraten bei der Konzeption.
Zur Einführung in die Thematik haben wir für Sie zwei Papiere erstellt.
Optimierung der Wassergewinnung Aufbereitung
Wir beraten Sie bei der Optimierung der Rohwassergewinnung und des Aufbereitungsprozesses. Dabei berücksichtigen wir Ausgangsbedingungen, Anlagentechnik, Qualitätskriterien und Kosten. Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs um Wasserressourcen und des Klimawandels ist mit einer Verringerung des Rohwasserdargebotes und einer Verschlechterung der Rohwasserqualität zu rechnen, weshalb insbesondere der Wasseraufbereitung zukünftig eine größere Bedeutung zukommen wird. Bei Projekten mit hohem Investitionsbedarf empfiehlt sich zudem eine umfassende Beratung.
Beratung bei Problemen im Verteilungsnetz
Der Transport des Trinkwassers vom Wasserwerk ist nicht immer unproblematisch. Insbesondere bei Neuverlegungen und Reparaturen können bakteriologische Verunreinigungen in die Leitungen eingetragen werden. Die Alterung der Netze macht sich lokal durch verstärkte Korrosion bemerkbar, insbesondere unter Stagnationsbedingungen. In den letzten Jahren macht sich auch der Anstieg der Außentemperaturen bemerkbar, der die Korrosionsrate ungeschützter metallischer Werkstoffe erhöht. Legionellen im Verteilungsnetz können dann ebenfalls zum Problem werden. Für Werkstoffe im Kontakt mit Trinkwasser gelten die Bewertungsgrundlagen des UBA, die bei der Anwendung, z. B. bei Zählern, zu beachten sind.
Ausblick: Zukünftige Beiträge befassen sich mit der Bewertung von Verfahren zu Trinkwasseraufbereitung und der Online-Messtechnik zur Wasserqualitätskontrolle befassen.
Rohwasser ist für die Trinkwassergewinnung von grundlegender Bedeutung. Daher ist auch für das Rohwasser ein Risikomanagement erforderlich. Mit der Einführung der Trinkwassereinzugs-gebieteverordnung wird die Risikoabschätzung auf den Versorger übertragen, der diese erstmalig bis zum 12. Dezember 2025 erstellen muss. Die Wasserversorger sollten sich daher dringend mit dem Thema Risikomanagement beschäftigen und sich mit dem Regelwerk auseinandersetzen. Unsere Information gibt einen kurzen Überblick über das Thema und nennt weiterführende Literatur.
Fachinformation
GrundnahrungsmittelTrinkwasser ist ein Grundnahrungsmittel. Mit der Novellierung der Trinkwasserverordnung ist erstmals bis zum 12. Januar 2029 eine Gefährdungs- und Risikobewertung durch den Versorger zu erstellen. Dies bedeutet, dass sich die Versorger mit diesem Thema und dessen Regelwerk auseinandersetzen müssen. Diese Information gibt einen kurzen Überblick, soll Interesse an dem Thema wecken und helfen Hemmschwellen abzubauen.
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Teil 4: Versuch zur Bestimmung der Korrosionsrate und der instationären Korrosion von unlegiertem Stahl
Eine 2-teilige Stahlrohrleitung der Dimension DN 100 wurde aus dem Verteilungsnetz ausgebaut und in eine Versuchsanlage integriert, um den Einfluss der Beendigung einer langjährigen Dosierung eines Korrosionsinhibitors zu untersuchen. Dazu wurde über einen Zeitraum von fast 2 Jahren die Entwicklung der Sauerstoffzehrung und der Trübungswerte in Stagnationsversuchen mit inhibitorfreiem Wasser ermittelt. Aus der Sauerstoffzehrung konnten die Eisenkorrosionsraten berechnet werden, die über den Versuchszeitraum deutlich schwankten, aber keinen Trend zeigten. Die Trübungsrate, die mit der Eisenfreisetzungsrate korreliert, stieg mit der Versuchszeit an, d.h. der Trübungsgrenzwert wurde schneller erreicht und überschritten.